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Aktueller Prospekt Rossmann - Prospekte - von 28.09.2026 bis 03.01.2027
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GESELLSCHAFT / Fantasie BLOSS WEG HIER Reisen in die Fantasie helfen, Langeweile zu bekämpfen oder unangenehmen Situationen zu entfliehen Spielwelt können sich Kinder ausprobieren, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen. Wer als Kind viel spielt, lernt Impulse und Aggression besser zu steuern – und profitiert davon auch in der wirklichen Welt. Erstaunlich ist, dass Fantasie nicht nur unseren Geist formt, sondern auch Nerven und Muskeln. Das bewies das Max-Planck-Institut in Leipzig in einer Studie. Deren Probanden sollten eine Übung mit den Armen ausführen. Einige von ihnen durften vorher im Geiste trainieren – sie sollten sich einzelne Bewegungsequenzen aus der Übung vorstellen. Im praktischen Test schnitten sie besser ab. Ein Tor z u tausen d a n d e ren Welten Besonders bewusst nehmen wir die Fantasie wahr, wenn wir uns zu Unterhaltungszwecken in ihr Reich flüchten. Ins Kino gehen, Kunstwerke bestaunen, Computerspielwelten erobern. Eigentlich aber genügen wir uns auch dafür schon selbst: Wir haben unser eigenes kleines Unterhaltungsprogramm immer dabei. Manche Menschen brauchen nur die Lider zu senken, um vor ihrem inneren Auge lebendige, detailreiche Filme ablaufen zu sehen. Dirk Roßmann etwa berichtet von dieser Fähigkeit. Sie helfe ihm, Ideen zu entwickeln und Wirklichkeit werden zu lassen. Andere Menschen nutzen die Flucht in Tagträume, um unangenehme Dinge auszublenden oder sich abzulenken. Wer schon mal auf einem Zahnarztstuhl versucht hat, an etwas Schöneres als den akuten Moment zu denken, kennt den Trick. Diese Flucht ist jedoch nicht immer nur heilsam: Wer sich ständig ausmalt, dass etwas Unangenehmes passieren könnte, gerät in Stress. Und man kann sich auch vor seinen eigenen Fantasien erschrecken – vor Monstern, Horrorszenarien oder gar Rachegelüsten. Manchen Menschen fällt das Fantasieren leichter als anderen. Wer das trainieren möchte, kann versuchen, einen Zustand der „defokussierten Konzentration“ herzustellen. Dafür konzentriert man sich bewusst nicht auf ein Detail, einen einzelnen Gedanken oder einen einzelnen Reiz, sondern lässt die Gedanken wandern. Auch Achtsamkeitsübungen können helfen: Da- 21