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Aktueller Prospekt Rossmann - Prospekte - von 28.09.2026 bis 03.01.2027
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GESELLSCHAFT / Mystische Orte Mecha n isch e We rk stätte Reh au 96 SÜSSE ERINNERUNG Einst war Oldisleben einer der wichtigsten Zuckerproduktionsstandorte Thüringens. Heute ist die Fabrik ein technisches Denkmal mit intensiver Ausstrahlung Zucke rfabr ik O l disl eb en VORFÜHRFÄHIG Gut gepflegt, in Maßen einsatzbereit: die Gewerke in der Mechanischen Werkstätte Gelius in Rehau Im thüringischen Oldisleben steht die „weltweit einzige Rübenzuckerfabrik, die als technisches Denkmal erhalten ist“, heißt es in der Broschüre des außergewöhnlichen Industriedenkmals. 1872 erbaut und bis Dezember 1990 in Betrieb, waren die riesigen Gebäude viele Jahre im Besitz der Südzucker AG; sie hatte die Fabrik nach der Wiedervereinigung übernommen. Seit 2021 kümmert sich die Stiftung Kulturgut Zuckerfabrik Oldisleben um das Ensemble, in dem man die Zuckerherstellung wie vor 100 Jahren nachvollziehen kann. Alle Räder stehen still – doch mit etwas Fantasie kann man sich leicht vorstellen, wie hier mit Dampfmaschine und Diffusionsbatterie zur Saftgewinnung der süße Stoff produziert wurde. Die historischen Gerätschaften, etwa der Kalkofen von 1898, sind Zeugen einer Zeit, als die Anlagen der Zuckerindustrie Vorbild für andere Branchen waren. Infos zu Führungen: zuckerfabrikoldisleben.de Fotos: Foto-Faktorei.de/Dirk John (4); picture alliance/ZB/euroluftbild; Jochen Meder/Industriemuseum Geesthacht e.V. ; Silvia Stammer Wer die Mechanische Werkstätte Gelius im oberfränkischen Rehau betritt, taucht unmittelbar ein in die Epoche der frühen Industrialisierung. Gegründet 1871 von Schlosser Christian Gelius, entwickelte sich der Betrieb bald zu einem Sinnbild für den Ideenreichtum und das handwerkliche Können der Region. Bereits um die Jahrhundertwende wurden hier auf Dreh- und Fräsmaschinen hochpräzise Arbeiten ausgeführt. Die Werkstätte blieb über Generationen in Familienbesitz. Zu ihren Lehrlingen gehörte zum Beispiel Hans Vogt, der später als Miterfinder des Tonfilms bekannt wurde. 1996 wurde der Betrieb eingestellt. Heute bewahrt die Stadt Rehau Gebäude und Inventar als technisches Kulturdenkmal. So bleibt in Nordbayern ein authentischer Ort erhalten, der eindrucksvoll von der Geschichte des Handwerks und der industriellen Entwicklung erzählt. Besichtigungen sind möglich am Internationalen Museumstag, zum Rehauer Stadtfest oder am Tag des offenen Denkmals. Dann laufen sogar einige Maschinen wie früher. Für Gruppen gibt es auch Sonderführungen. Mehr unter: rehau.bayern