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Aktueller Prospekt Rossmann - Prospekte - von 28.09.2026 bis 03.01.2027
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GENUSS / Sanddorn Als „ Zitrone des Nordens“ geschät zt: Sanddorn T E X T W I n e s er schon einmal versucht hat, Sanddorn zu ernten, weiß: Seine leuchtend orangefarbenen Beeren sind nicht so leicht zu haben. Zwischen Dornen und dicht gedrängt an den Zweigen sitzen sie fest am Strauch. Doch nicht nur seine an Vitamin C reichen Früchte machen den Sanddornstrauch besonders. Er gedeiht prächtig, wo andere Pflanzen längst kapitulieren würden: Dem Gemeinen Sanddorn können Wind, Salz, Trockenheit und nährstoffarme Böden kaum etwas anhaben. Das Gewächs mit der bemerkenswerten Widerstandskraft stammt ursprünglich aus Asien, hat sich aber auch entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste eine Heimat erobert. Seine weitverzweigten Wurzeln haben sandige Böden fest im Griff, schützen Dünen vor Erosion und helfen so, ganze Naturlandschaften zu stabilisieren. Sanddorn prägt vielerorts das Landschaftsbild und gehört für etliche Menschen fest zur regionalen 82 H e n n e n b e r g Identität. Das gilt für die westdeutschen Küstenregionen ebenso wie für Teile von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. In Letzteren wurde der Anbau gezielt gefördert, weil Südfrüchte in der DDR Mangelware waren. Die heimischen Sanddornbeeren galten als ernährungsphysiologisch wertvolle Alternative. Bis heute bauen zahlreiche Betriebe im Nordosten Deutschlands Sanddorn an und verarbeiten die Früchte zu regionalen Spezialitäten. Die Beeren können von August bis Oktober geerntet werden. Den Kosenamen „Zitrone des Nordens“ tragen sie, weil sie zu den heimischen Früchten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt zählen. Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) enthalten 100 Gramm Sanddornbeeren je nach Sorte etwa 200 bis 900 Milligramm Vitamin C. Zitronen kommen dagegen auf rund 50 Milligramm pro 100 Gramm. Außer viel Vitamin C enthalten Sanddornbeeren auch Carotinoide Oma Heidis Tipp Lust auf einen fruchtig-herben Smoothie, der besonders gut zum Spätsommer passt? Dafür 200 ml Orangensaft, zwei Esslöffel Sanddornsaft, eine Banane und 150 g Naturjoghurt mit dem Mixer cremig pürieren. Fotos: AdobeStock (2); PR KÜSTEN GO LD – sekundäre Pflanzenstoffe, die für die leuchtende Farbe sorgen. Zudem konnten Forscher in Sanddorn über 100 weitere sekundäre Pflanzenstoffe nachweisen, die laut BZfE zum Beispiel dazu beitragen können, unser Immunsystem und unsere Zellen zu stärken. Auch geschmacklich hat es die Sanddornbeere in sich. Ihr Aroma ist intensiv, fruchtig und herbsäuerlich. Pur wird sie wegen ihrer Säure aber eher selten in der Küche verwendet. Deutlich häufiger findet man sie als Saft, Sirup, Aufstrich oder in Teemischungen. Besonders harmoniert sie mit süßen Früchten wie Apfel, Orange oder Banane. Sanddorn wird aber nicht nur seit Jahrhunderten als Lebensmittel genutzt, die Beeren finden auch in Hautpflegeprodukten Verwendung. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf dem Öl, das aus dem Fruchtfleisch und den Kernen gewonnen wird. Trotz seines guten Rufs ist Sanddorn kein Wundermittel, selbst wenn es oft als Superfood bezeichnet wird. Zwar beschäftigen sich zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen mit dessen Inhaltsstoffen, doch aus einzelnen Studien lässt sich keine generelle gesundheitliche Wirkung ableiten. Sanddorn ist aber ein gutes Beispiel für eine heimische Frucht mit hoher Nährstoffdichte und kann damit für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.